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Voigtländer Apo-Lanthar 35mm f2 und 50mm f2 - ein review

ein neues Apo-Disiakum von Voigtländer...

 

 

Apo-Lanthar 35mm und 50mm f2 für Nikon Z

An meiner Nikon Z7 setze ich mehrere unterschiedlichen 50mm Objektive ein. Als ich merkte, dass das Apo-Lanthar 50mm nun auch für Nikon Z Anschluss lieferbar ist, wollte ich das natürlich sofort ausprobieren.

 

Dank der Unterstützung der uig (united imaging group), insbesondere der Marke Voigtländer, war es auch möglich eines zum Testen zu bekommen – und noch viel besser: Das aktuelle 35mm f2 Apo-Lanthar kam direkt dazu. Die beiden Objektive unterscheiden sich etwas in Baugröße und Gewicht, und natürlich in der Brennweite. Ihre Charakteristika sind aber nahezu deckungsgleich, so dass ich hier im review gleich beide betrachte (und daher einfach „das Apo-Lanthar“ schreibe).

 

 

Handling

Das Apo-Lanthar rastet sauber am Z Mount ein. Sehr schön ist, dass es nicht einfach ein VM Leica Objektiv mit einem anderen Bajonett ist, wie manche Hersteller das günstig lösen, sondern hier auch die entsprechende Elektronik ins Spiel kommt. Die Objektivdaten werden also übertragen. Dies ist für die Belichtungswerte schon mal praktisch, führt aber bei Nikon zusätzlich auch dazu, dass der Fokuspunkt grün wird bei erfolgreicher Fokussierung. Dies hilft, auch ohne Peaking (stört mich immer) und ohne Lupe ganz schnell zu fokussieren. Leider wird die Blendensteuerung nicht an die Kamera übertragen, so das man tatsächlich mit der Arbeitsblende fokussiert. Für Leica M Nutzer ist das nicht wichtig, bei einer spiegellosen Nikon wird das aber interessant bei schlechtem Licht.

Der Fokusring ist gedämpft und läuft sauber. Der Blendenring klickt genau richtig, die Blende kann man in Dritteln verstellen. Das ermöglich im manuellen Modus ein sehr genaues Belichten. Der Blendenring sitzt am äußeren Ende des Objektivs und ist daher sehr gut zu erreichen. Etwa 160° beträgt der Fokusweg, was zu recht genauem Fokussieren führt.

In Gewicht und Größe ist das Apo-Lanthar gut an der Nikon Z ausbalanciert.

 

Performance

Wie ich es erwartet hatte bildet das Apo-Lanthar sehr scharf ab. Bei offener Blende findet man eine deutliche Vignettierung, was bei f2.8 aber schon verschwunden ist. Ich setze gern etwas Vignettierung ein, daher finde ich das sehr angenehm so. Eine Verzeichnung ist im Bild kaum zu finden, das Apo-Lanthar ist sehr gut korrigiert. Angenehm ist auch die Nahgrenze von 0,45m beim 50mm Objektiv. Da erkennt man auch, dass nicht einfach nur ein Leica Objektiv umgebaut wurde.

Die Bildqualität ist sehr gut – zumindest in den Bereichen, für die das Objektiv verantwortlich gemacht werden kann. Am Rest ist in der Regel ja der Fotograf schuld.

 

Persönliches Fazit

Nach der recht nüchternen Beschreibung nun mal ein persönliches Wort zum Apo-Lanthar: Mir gefällt die Bildwirkung richtig gut. Sie erinnert mich sehr an mein liebstes 50mm Objektiv (für Nikon), das ZEISS Makro-Planar 50mm f2. Man kann sehr gut langsam in den Fokus hinein gleiten. Es greift sich sehr angenehm.

Ich würde mir mehr Auswahl für den Z Mount wünschen – vermutlich kommt da ja auch noch was. Und das ganze Programm nochmal für den L-Mount? Da habe ich einige Wünsche.

Persönlich kann ich das Apo-Lanthar (und das gilt für beide Brennweiten) für einen Kauf empfehlen. Man muss als Käufer nur vorher wissen, dass es natürlich manuell fokussiert wird…

Ich mag es. Probiert es aus, wenn Ihr Nikon Z Nutzer seid! Das ruhigere manuelle Arbeiten ist ja auch ein schöner Prozess.

 

 

 

Voigtländer Apo-Lanthar 50 und 35 Galerie

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