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Das Voigtländer 40mm f2.8 VM – Ein Erfahrungsbericht

Mehrdad hatte die Gelegenheit, sich das Voigtländer Heliar 40mm f2.8 VM genauer anzusehen. Lest und schaut hier was er darüber denkt.

Heute will ich mit Euch meine Erfahrungen zum Voigtländer Heliar 40mm f2.8 VM teilen. Ein in vielerlei Hinsicht interessantes Objektiv.

Das Objektiv wurde mir von Voigtländer Deutschland zur Verfügung gestellt ohne einer Vorgabe dazu was ich sagen darf oder nicht. Weder der Bericht, noch das Video unten, lag Voigtländer Deutschland bzw. der Ringfoto Gruppe vorab zur Abnahme vor.

Wie immer könnt ihr hier meine ehrliche persönliche Meinung erwarten und ich werde nicht nur mit Lob um mich rumwerfen. ;)

In dem Video und auch hier im Beitrag beziehe ich mich lediglich auf die VM Varianten, also nicht auf die Schraubvarianten, welche Voigtländer erfreulicherweise auch anbietet. Voigtländer war aber so nett mir sowohl die schwarze, als auch die silberne Version zu zusenden.

 

Bei dem 40mm Heliar handelt es sich um eine klassisches, um 1900 von Hans Harting für Voigtländer entwickeltes, 5 Linsiges Objektiv in 3 Gruppen. Die Heliare (aus dem altgriechischem Helios = Sonne) waren damals bekannt für ihre sehr gute Schärfe bei relativ weichen Kontrasten, welche sie besonders beliebt bei der Portraitfotografie machten.

Das Objektiv ist mit einem asphärischen ausgestattet was eine punktgenaue Schärfe über den gesamten Fokusbereich verspricht.

Voigtländer bietet dieses in zwei verschiedenen Version an. Einmal die VM’s, also für die Leica M, und die LTM Version für ältere analoge Kameras mit Schraubbajonett. Seit vielen Jahren gab es für dieses Bajonett kein neues Glas mehr, was für einige analog Fotografen eine willkommene Überraschung sein dürfte.

Beide Versionen werden in Schwarz oder Silber angeboten.

Mit 131g in VM bzw. 110g in LTM ist dies ein sehr leichtes und kleines Objektiv. Eine Gegenlichtblende ist mit im Zubehör. Ein schöner metallener Stülpdeckel sitzt fest und sicher auf der Sonnenblende und lässt sich dennoch schnell auf- bzw. abmontieren. Mag ich tatsächlich sehr. Der Bildwinkel sind 57° und der Filterdurchmesser beträgt 34mm.

 

Als ich das erste mal das Objektiv an die Kamera setzte war ich verzückt. Das sieht schon echt sehr cool aus. Ein wunderschönes kompaktes Objektiv. Gerade in schwarz sieht das an der Leica M10P schon sehr cool aus.

Beim Versuch das erste Foto dann zu machen war ich aber irritiert. Ich wusste anfangs gar nicht warum. Die Größe bzw. eben das fehlen dieser und damit dann das evtl. leicht fummelige war es nicht. Der Gedanke schoß mir zwar als erstes durch den Kopf, aber ich fand es nicht wirklich fummelig. Es hat ein paar Momente gedauert bis ich es ausmachen konnte was mich störte.

Es ist der Blendenring. Dieser dreht sich nämlich mit dem Fokusring mit. Das kannte ich so noch nicht. Ich hatte zumindest kein solches Objektiv bisher in der Hand.

Ich verweise hier auf das Video welches ich auf YouTube veröffentlicht habe, da versuche ich das auch bildlich zu untermauern.

So schön ich einen smoothen Fokusring mag, so sehr ist das bei dem Heliar 40mm ein kleines Problem, denn wenn man am Blendenring dreht, verschiebt sich leider auch der Fokusring. Das erfordert eine gewisse Reihenfolge beim arbeiten mit dem Objektiv.

Erst die Blende einstellen und dann fokussieren. Alles andere produziert Frust und das sehr schnell.

Von 0,7m (Naheinstellgrenze) bis unendlich bedarf es einer halben Drehung am Objektiv. Für M Nutzer auch Gewöhnungsbedürftig, gleichzeitig bewirkt dies bei diesem speziellen Objektiv, dass Voigtländer hier zweimal die Blendenskala auf den Blendenring einstanzen musste, da sich die Blendenreihe sonst auf der Unterseite befindet. Lustig irgendwie. Der kleine Hebel für den Fokusringlock, ist ein super Fokusstab.

Das kleine Objektiv ragt selbst mit Sonnenblende nicht in den 28mm Sucherrahmen und sieht, wie oben schon erwähnt einfach sehr cool aus an der Leica M.

 

Für die unter uns, die aber nicht nur mit ihrer Kamera posen wollen, sondern gerne auch schöne Fotos produzieren wollen, möchte ich mitteilen: Seid beruhigt!

Das Voigtländer Heliar 40mm f2.8 VM liefert richtig schöne Bilder. Scharf, keine nenneswerten Verzeichnungen und die leichte Vignettierung verschwindet bei f4.0 fast vollständig.

In Bezug auf die Schärfe zeichnet das Objektiv wirklich sehr schön. Wer APO Schärfe erwartet/wünscht für den ist das Objektiv nicht das richtige. Die Kombi aus der wirklich hohen Schärfe und den ausgewogenen weicheren Kontrasten verleiht dem Objektiv ein wirklich schönes Rendering. Ich finde es zeichnet sehr harmonisch in Bezug auf Schärfe und Unschärfe. Man bekommt einen schönen Pop hin und die Ergebnisse wirken nicht klinisch. Das Bokeh mag ich persönlich auch sehr gerne. Unaufgeregt beschreibt es für mich schön ohne langweilig zu sein.

Auch schön: Die charakteristischen Voigtländer Blendensterne sind rauskitzelbar aus dem Objektiv. ;)

 

Für die Leica M10 Familiy-Nutzer aufgepasst! 

 

Eine Kleinigkeit musste ich feststellen an meiner M10P und der M10R und vermutlich ältere M digitale. Ich habe das bei Meister Camera in Berlin auch an insgesamt 4 (M10R) anderen Kameras ausprobiert um Fehler an meinen auszuschließen. 

Folgendes gilt nicht für Leica M11 Nutzer!

Wer gerne die schwarze Version des Heliar 40mm f2.8 VM nutzen will sollte wissen, dass die Lackierung an der Innenseite des Bajonetts offenbar den Sensor im Bajonett der M10 Familie durcheinander bringt.

Ist das schwarze, und nur das schwarze hier, Heliar 40mm angeriegelt, erkennt die Kamera dies nicht. Es kommt also die Meldung „kein Objektiv angeriegelt“. Dies passiert nur wenn man versucht den Liveview zu benutzen. Fotografieren lässt sich dennoch.

Wählt man manuell ein Objektiv aus dem Menü dann geht auch der Liveview wieder. Leider speichert die Kamera diese Info nicht bzw. nach jedem einschlafen oder neuem einschalten macht die Kamera scheinbar die Abfrage, ob eine Objektiv angeriegelt, ist von neuem und stellt eben fest: „kein Objektiv angeriegelt“

Analoge Leica M, M11 und Adaptierer an andere System haben dieses Problem nicht. Die M11 scheint diese Abfrage nicht mehr zu tätigen.

Die silberne Version dagegen produziert diesen Fehler nicht an der M10 Familie.

 

Fazit

 

Mein Fazit zu dem Objektiv fällt sehr positiv aus. Die Abbildungsleistung macht dieses Objektiv zu einem No-Brainer.

Das Handling und die 40mm Brennweite an sich an einer M ist dagegen für den ein oder anderen so gewöhnungsbedürftig das man Gefahr läuft damit nicht klar zu kommen.

Jeder der über diese Dinge aber hinwegblicken kann bzw. sich damit arrangieren kann, bekommt mit dem Voigtländer Heliar 40mm f2.8 VM ein Glas mit ganz hervorragender Abbildungsleistung.

Unten habe ich Euch mein Videoreview verlinkt und auch ein paar Bilder zum in Ruhe anschauen.

Viel Spass damit!

 

 

Voigtländer Heliar 40mm f2.8 VM

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