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Oberwerth Kiki im Alltag – Die vielleicht unterschätzteste EDC-Fototasche?

Ursprünglich eher für meine Frau gedacht, heute überraschend oft selbst im Einsatz: Warum die Oberwerth Kiki für mich zu einer der interessantesten kleinen Alltagstaschen geworden ist.

Die Tasche, die eigentlich gar nicht für mich gedacht war

Manche Taschen haben sofort einen festen Platz im eigenen Alltag. Andere überraschen erst später.

Bei der Oberwerth Kiki war das zumindest bei mir so. Als die Tasche bei uns ankam, war relativ schnell klar, in welche Richtung sie gedacht war. Oberwerth positioniert die Kiki eher als Lifestyle- oder Damen-Fototasche und ursprünglich stand dabei auch eher meine Frau im Fokus.

Eigentlich war die Sache damit für mich erledigt.

Dachte ich zumindest.

Denn als jemand, der vermutlich etwas zu viel Zeit mit Fototaschen verbringt, fiel mir irgendwann auf, dass die Kiki plötzlich erstaunlich oft selbst über meiner Schulter hing.

Nicht für größere Fototouren. Nicht für viel Equipment. Sondern genau an den Tagen, an denen die Kamera einfach unkompliziert dabei sein sollte.

Und genau dort wurde sie plötzlich interessant.

 

Transparenz

Ich arbeite seit einiger Zeit vertrauensvoll mit Oberwerth zusammen und habe bereits mehrere Taschen der Marke genutzt, eingeordnet und sowohl hier im Blog als auch auf unserem YouTube-Kanal besprochen. Das Team war dabei stets offen für Feedback, Kritik und Verbesserungsvorschläge.

Diese Offenheit und die spürbare Leidenschaft für die eigenen Produkte ist etwas, das ich sehr schätze.

Ich hoffe, dass dir der folgende Erfahrungsbericht hilft, wenn du überlegst, dir eine Tasche aus dem Hause Oberwerth zuzulegen.

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Überraschend unauffällig – im positiven Sinn

Die Kiki sieht nicht aus wie eine klassische Fototasche. Und genau das könnte ihre größte Stärke sein.

Viele Kamerataschen wirken technisch, funktional oder signalisieren sofort: Hier ist Kameraequipment drin. Die Kiki macht genau das Gegenteil. Sie wirkt eher wie eine hochwertige Alltagstasche.

Sie trägt nah am Körper, baut wenig auf und fällt erstaunlich wenig auf. Gerade im Alltag ist das deutlich wichtiger, als man zunächst denkt.

Denn nicht an jedem Tag steht Fotografie im Mittelpunkt.

Wenn die Kamera nicht der Hauptprotagonist ist

Viele Fototaschen werden aus einer einzigen Perspektive betrachtet:

"Wie viel Kamera passt hinein?"

Im Alltag sieht die Realität aber oft anders aus.

In den letzten Wochen sah mein Alltag fotografisch ohnehin etwas anders aus als sonst.

Größere Fotowalks, längere Touren oder stundenlanges Unterwegssein standen eher im Hintergrund. Trotzdem wollte ich die Kamera nicht komplett zuhause lassen.

Gerade in solchen Phasen merkt man plötzlich, welche Taschen man automatisch greift – ohne lange darüber nachzudenken.

Und genau dort wurde die Kiki fast schon zu meinem ständigen Begleiter.

Weil sie eben nicht nur Platz für eine kleine Kamera bot, sondern gleichzeitig auch für die Dinge, die im Alltag ohnehin dabei sind:

– Smartphone
– Schlüssel
– Portemonnaie
– Kleinigkeiten
– und eben zusätzlich eine Kamera

Genau diese Mischung machte sie für mich plötzlich interessant.

Nicht als Tasche für geplante Fototouren – sondern als Tasche für den Alltag, in dem die Kamera einfach mitläuft.

Genau dort spielt die Kiki ihre größte Stärke aus.

Sie wirkt zunächst kompakt, bietet im Alltag aber deutlich mehr Platz, als die äußeren Maße zunächst vermuten lassen.

Überraschend viel Platz auf kleinem Raum

In meinem Fall passt problemlos hinein:

  • Leica M mit kleinem Objektiv
  • Smartphone
  • Schlüsselbund
  • Brillenetui
  • kleines Portemonnaie
  • weitere Kleinigkeiten

Besonders positiv aufgefallen ist mir dabei die Aufteilung.

Die Kiki bietet nicht einfach nur ein Hauptfach, sondern zusätzliche kleine Fächer und Unterteilungen. Dadurch landet nicht alles lose in einem einzigen Innenraum.

Gerade bei kompakten Taschen macht das im Alltag einen größeren Unterschied als man zunächst denkt.

Und selbst voll gepackt wirkt sie nie unangenehm oder überladen.

Die vielleicht unterschätzteste Männertasche?

Irgendwann habe ich aufgehört darüber nachzudenken, ob die Kiki ursprünglich eher als Damenmodell gedacht war.

Denn im Alltag spielt das ehrlich gesagt überhaupt keine Rolle.

Eigentlich erinnert sie mich deutlich stärker an moderne EDC-Taschen – nur mit dem Vorteil, dass eine Kamera bereits mitgedacht wurde.

Und genau dadurch funktioniert sie überraschend gut.

Vor allem für kleine Setups wie:

  • Leica M
  • Leica Q
  • Fuji X100
  • kompakte spiegellose Kameras

Gerade Fotografen, die bewusst minimal unterwegs sein möchten, könnten hier deutlich mehr Potenzial entdecken, als man zunächst vermutet.

Verarbeitung: typisch Oberwerth

Wer bereits Taschen von Oberwerth kennt, wird sich sofort zuhause fühlen.

Weiches Leder, hochwertige Reißverschlüsse und viele kleine Details vermitteln eher den Eindruck einer vollwertigen Premium-Tasche als einer kleinen Nebenlösung.

Gerade die Detailaufnahmen zeigen schön, dass die Kiki nicht wie eine abgespeckte Variante wirkt.

Sie fühlt sich eher wie eine vollwertige Oberwerth-Tasche im kleineren Format an.

Kleinigkeiten, die ich mir anders wünschen würde

Ganz perfekt ist die Kiki für mich allerdings auch nicht.

Ich bin grundsätzlich kein großer Freund von Reißverschlüssen in direkter Nähe zur Kamera. Gerade bei empfindlichen Gehäusen kann ich dabei schnell etwas vorsichtig werden.

In der Praxis war das bei der Kiki allerdings weniger problematisch als zunächst gedacht. Vor allem kleinere Setups wie eine Leica M oder Leica Q sitzen vergleichsweise tief in der Tasche und kommen dadurch kaum direkt mit den Reißverschlüssen in Berührung.

Für mich also eher ein Punkt, den man im Hinterkopf behält – aber definitiv kein Dealbreaker.

Was ich mir dagegen tatsächlich wünschen würde, wäre eine etwas flexiblere Innenaufteilung.

Die vorhandene Organisation funktioniert zwar gut für Alltagsgegenstände und kleinere Setups, dennoch hätte etwas mehr Modularität oder Variabilität den Nutzwert für unterschiedliche Kombinationen nochmals erhöht.

Gerade Fotografen verändern ihr Setup im Alltag doch häufiger, als man zunächst denkt.

Mein Fazit zur Oberwerth Kiki

Die größte Überraschung an der Oberwerth Kiki war für mich vermutlich nicht die Verarbeitung oder die Größe.

Sondern wie selbstverständlich sie plötzlich Teil meines Alltags wurde.

Nicht an Tagen, an denen Fotografie im Mittelpunkt stand. Sondern genau dann, wenn die Kamera einfach nebenbei mitlaufen sollte.

Und genau dort funktionierte die Kiki für mich erstaunlich gut.

Sie bietet genug Platz für die Dinge, die man ohnehin täglich dabeihat, wirkt gleichzeitig angenehm kompakt und schafft etwas, das viele Fototaschen nicht schaffen:

Sie fühlt sich nicht nach Fototasche an.

Vielleicht tut man der Kiki auch ein wenig unrecht, wenn man sie ausschließlich als Tasche für Frauen betrachtet.

Denn gerade als kompakte EDC-Tasche funktioniert sie für mich persönlich auch als Mann überraschend gut.

Und ehrlich gesagt könnte ich mir sogar vorstellen, dass manche Frauen sich eher noch etwas mehr Platz wünschen würden — aber was weiß ich schon über die Anforderungen an Handtaschen.

Für meinen Alltag jedenfalls ist die Kiki genau das geworden, was ich ursprünglich nicht erwartet hatte:

Eine extrem unkomplizierte Tasche für genau die Tage, an denen die Kamera einfach dabei sein soll.

Und vielleicht macht genau das ihren größten Reiz aus.

 

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